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Studieren in Malta - Study abroad destination

Leben in Malta - Studieren in Malta (de)

Der Alltag als Studierender in Malta — Unterkunft in Sliema und Msida, Bankgeschäfte, die ehrliche Wahrheit über heiße Sommer und milde Winter, das Vorankommen mit dem Tallinja-Bus und das Einleben auf einer englischsprachigen Mittelmeerinsel.

Aktualisiert 5. Juni 2026 7 Min. Lesezeit

Leben in Malta

Malta ist eine kleine, sonnige, englischsprachige Insel mit einem mediterranen Tempo, warmen Sommern, milden Wintern und einer Kultur, die südeuropäische, nordafrikanische und britische Einflüsse mischt. Dieser Guide behandelt die praktische Realität des Studierendenlebens: Unterkunft finden, Bankgeschäfte, die ehrliche Wahrheit über das Klima, das Vorankommen mit dem Tallinja-Bus und den Fähren, Essen und das Einleben in einem Land, in dem alles auf Englisch läuft. Keine Touristenbroschüren-Version — das echte Bild.

Unterkunft finden

Unterkunft ist der schwierigste Teil der Ankunft in Malta, besonders rund um Sliema und St Julian's. Plane voraus und teile dir eine Wohnung.

Wo Studierende wohnen

  • Msida — direkt bei der University of Malta; praktisch und mittelpreisig
  • Gżira / Ta' Xbiex — zentral, zu Fuß zum Campus und zur Strandpromenade
  • Sliema / St Julian's — das Studierenden- und Expat-Zentrum, aber das teuerste
  • Cospicua / die Three Cities — nahe der AUM, günstiger und charaktervoll
  • Gozo — die ruhigere Schwesterinsel, die günstigsten Mieten, Fähre nach Malta

Zimmer in WGs kosten 450–650 €/Monat in den günstigeren Gegenden, 600–900 € in Sliema und St Julian's. Teilen ist die Norm — Einzelstudios sind rar und teuer.

Der private Markt

Die meisten Studierenden mieten über lokale Agenturen und Facebook-Wohnungsgruppen. Mietobjekte sind in der Regel möbliert, und du unterschreibst einen Vertrag direkt mit dem Vermieter. Typische Monatskosten:

WohnungstypUngefähre Monatsmiete
Zimmer in WG (Msida / Gżira / Gozo)450–650 €
Zimmer in WG (Sliema / St Julian's)600–900 €
Studio (privat)600–1.000 €
Ein-Zimmer-Wohnung (privat)800–1.300 €

Vermeide die Ankunft im Hochsommer, wenn die Saisonnachfrage die Mieten in die Höhe treibt. Zahle nie eine Kaution, bevor du die Immobilie persönlich oder per verifizierter Videotour besichtigt hast — Mietbetrug zielt auf internationale Studierende ab.

Bankgeschäfte

Sobald du deinen Aufenthaltstitel oder deine Registrierung hast, eröffne ein lokales Konto bei:

  • BOV (Bank of Valletta) — Maltas größte Bank, weit verbreitet
  • HSBC Malta — starker englischer Service, einfache internationale Überweisungen
  • APS Bank — lokal, studierendenfreundlich
  • Revolut / Wise — viele Studierende nutzen diese für den Alltag neben einem lokalen Konto

Bring deinen Reisepass, deinen Aufenthaltstitel oder deine Registrierung und deinen Zulassungsbescheid mit. Maltesische Banken können bei der Kontoeröffnung langsam sein, also fange früh an. Ein lokales Konto hilft bei Miete, Rechnungen und Gehältern, und digitales Banking ist Standard.

Tägliche Kosten

Plane rund 700–1.100 € pro Monat, je nachdem, wo du wohnst. Zu Hause kochen hält das Essen günstig. Volle Budgets findest du in unserem Kosten- und Finanzierungs-Guide, oder schätze deins mit dem Studienkosten-Rechner.

AusgabeUngefähr monatlich
Miete (Zimmer in WG)450–900 €
Essen (kochen + gelegentlich auswärts)180–300 €
Transport (Tallinja-Bus)kostenlos/gering für Studierende
Telefon & Internet20–35 €
Sonstiges (Freizeit, Material)100–200 €

In Msida, Gżira, Cospicua oder auf Gozo zu wohnen hält die Gesamtsumme nahe am unteren Ende; Sliema und St Julian's treiben sie Richtung 900–1.100 €.

Vorankommen

Malta ist klein und busorientiert — du brauchst selten ein Auto:

Der Tallinja-Bus

Das öffentliche Tallinja-Busnetz deckt die ganze Insel ab und ist unter staatlichen Programmen für Einwohner und Studierende kostenlos oder fast kostenlos. Besorge dir eine Tallinja-Karte zum Aufladen. Busse können voll werden und im Sommer verspätet fahren, also plane Pufferzeit ein, aber sie erreichen fast überall.

Fähren

  • Die Valletta-Fähre verbindet Valletta, Sliema und die Three Cities schnell und malerisch
  • Eine separate Gozo-Channel-Fähre verbindet Malta in etwa 25 Minuten mit Gozo

Ride-Hailing und zu Fuß

Bolt und eCabs sind günstig und weit verbreitet für Tür-zu-Tür-Fahrten. Kompakte Gegenden wie Sliema, Valletta und die Three Cities sind sehr fußgängerfreundlich. Radfahren wächst, aber die Straßen können voll und eng sein — fahre vorsichtig.

Das Klima — Die ehrliche Version

Maltas Klima ist einer seiner größten Pluspunkte: mediterran, sonnig, ohne echte Kältezeit.

Sommer (Juni–September)

  • Temperatur: heiß und trocken, regelmäßig 30–35 °C, gelegentliche Hitzespitzen höher
  • Meer: warm genug zum Schwimmen bis Oktober
  • Praktisch: die Mittagshitze ist intensiv — das Leben verlangsamt sich, Klimaanlage zählt, und Wohnungen an der Strandpromenade bleiben nachts warm

Winter (Dezember–Februar)

  • Temperatur: mild, rund 10–16 °C — selten mehr als eine Jacke nötig
  • Regen: der Großteil des Jahresregens fällt in kurzen Schauern im Winter
  • Drinnen: Gebäude können sich kalt und feucht anfühlen, weil die Heizung einfach ist — eine warme Schicht und ein kleiner Heizlüfter helfen

Frühling und Herbst sind lang und angenehm. Malta genießt einige der meisten Sonnenstunden Europas. Pack leicht, aber bring eine warme Schicht für Winterabende mit.

Essen und Auswärtsessen

Zu Hause kochen

Supermärkte:

  • Lidl — am günstigsten für Grundnahrungsmittel
  • Pavi / Pama — große lokale Supermärkte, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Greens / Scotts — praktisch, etwas teurer

Lokale Produkte, Fisch und Brot sind gut und bezahlbar. Die meisten Studierenden kochen und behandeln Auswärtsessen als soziale Gelegenheit.

Maltesische Grundnahrungsmittel zum Probieren

  • Pastizzi — blättrige Käse- oder Erbsenteigtaschen, günstig und überall
  • Ftira — maltesisches Brot, oft mit Thunfisch, Oliven und Tomate
  • Fenek — Kanincheneintopf, das Nationalgericht
  • Kinnie — die bittersüße lokale Limonade

Auswärtsessen reicht von günstigen Pastizzeria-Snacks bis zu teureren Strandrestaurants in Sliema und St Julian's. Internationale und Fast-Food-Optionen sind breit.

Gesundheit und Gesundheitsversorgung

  • Mater Dei Hospital in Msida ist das öffentliche Hauptkrankenhaus — modern und englischsprachig, neben der Universität
  • EU/EWR-Studierende nutzen die European Health Insurance Card (EHIC) für notwendige öffentliche Versorgung
  • Nicht-EU-Studierende müssen eine umfassende private Krankenversicherung für den Aufenthaltstitel haben
  • Apotheken sind weit verbreitet und gut bestückt; Apotheker sprechen Englisch
  • Die Hausarztanmeldung ist unkompliziert — erledige sie in deinen ersten Wochen

Eine private Versicherung ist nützlich für schnelleren Facharztzugang, selbst wenn öffentliche Versorgung verfügbar ist.

Sprache

  • Maltesisch und Englisch sind beide Amtssprachen
  • Hochschulbildung, öffentliche Dienste, Bankgeschäfte und der Alltag laufen vollständig auf Englisch — keine Sprachbarriere für internationale Studierende
  • Ein paar maltesische Floskeln zu lernen (grazzi = danke, bonġu = guten Morgen, saħħa = prost/tschüss) wird sozial geschätzt, aber nie verlangt
  • Diese Englisch-überall-Realität ist einer von Maltas größten Vorteilen gegenüber anderen EU-Studienzielen

In Verbindung bleiben

  • Prepaid-SIM: GO, Melita oder Epic — ~10–20 €/Monat für großzügiges Datenvolumen
  • Heim-Internet ist schnell und oft in der Studierendenunterkunft inbegriffen
  • Bolt / eCabs-Apps für günstige Fahrten
  • Digitales Banking ist Standard über die App deiner Bank

Gesundheit und Sicherheit

Malta ist eines der sichereren Länder Europas. Ein paar praktische Hinweise:

  • Notrufnummer: 112 (alle Dienste)
  • Niedrige Gewaltkriminalität und ein entspanntes Lebenstempo
  • Paceville (das Nachtlebenviertel von St Julian's) wird am Wochenende laut — sei nachts normal vorsichtig
  • Miet- und Jobbetrug zielt auf Neuankömmlinge ab — prüfe jede Immobilie oder jedes Angebot, bevor du zahlst
  • Sommerhitze — bleib hydriert und meide die Mittagssonne

Einleben und Freunde finden

Maltesische Menschen sind warm und sozial, und das englischsprachige Umfeld macht das Einleben schnell:

  • Tritt deiner Universitäts-Studierendenorganisation und ihren Vereinen bei — KSU ist der wichtigste Studierendenrat der University of Malta
  • Festas — Dorffeste mit Feuerwerk und Blaskapellenumzügen laufen den ganzen Sommer; geh hin
  • Strandtage, Schwimmen und Strandpromenaden-Spaziergänge sind, wie sich die meisten Leute erholen
  • Erasmus- und internationale Studierendennetzwerke sind groß und aktiv, besonders rund um Sliema und St Julian's
  • Tagesausflüge nach Gozo, Comino (Blue Lagoon) und Valletta sind einfach und günstig

Ein kurzes Glossar

Ein paar Begriffe und Namen, denen du ständig begegnest:

  • Tallinja — das öffentliche Busnetz
  • Residency Malta / Identità — die Aufenthaltstitelbehörde
  • Mater Dei — das öffentliche Hauptkrankenhaus, in Msida
  • UM — University of Malta, in Msida
  • MCAST — das angewandte/berufsbezogene College
  • AUM — American University of Malta, in Cospicua
  • Pastizzi — blättrige Käse- oder Erbsenteigtaschen
  • Festa — Dorffest mit Feuerwerk und Blaskapellenumzügen
  • Paceville — das Nachtlebenviertel von St Julian's
  • Gozo / Comino — die Schwesterinseln
  • Grazzi / bonġu — danke / guten Morgen auf Maltesisch

Nächste Schritte

  1. Arbeiten und Karriere — die 20-Stunden-Regel und Arbeit nach dem Studium
  2. Kosten und Finanzierung — volle Budgets und Stipendien
  3. Visum und Ankunft — das D-Visum, der Aufenthaltstitel und deine ersten Wochen
  4. Der 10-Schritte-Guide — die ganze Reise der Reihe nach

Häufige Fragen

Wie viel kostet das Leben in Malta als Studierender?
Plane 700–1.100 € pro Monat. Die Miete ist der größte Posten — ein Zimmer in einer WG kostet 450–650 € in Msida, Gżira oder Cospicua und 600–900 € in Sliema oder St Julian's. Essen ist vernünftig, wenn du kochst (180–300 €/Monat), auch wenn Auswärtsessen in den Touristenzentren sich summiert. Öffentliche Busse im Tallinja-Netz sind für Studierende kostenlos oder fast kostenlos, also ist Transport kaum ein Kostenfaktor. Sich eine Wohnung zu teilen ist die größte Einzelersparnis auf einer kleinen Insel, wo Einzelstudios rar und teuer sind.
Muss ich Maltesisch sprechen, um in Malta zu leben?
Nein. Malta hat zwei Amtssprachen — Maltesisch und Englisch — und Hochschulbildung, öffentliche Dienste, Bankgeschäfte, Gesundheitsversorgung und der Großteil des Alltags laufen vollständig auf Englisch. Du kannst leben, studieren und arbeiten ohne ein Wort Maltesisch, was Malta ungewöhnlich reibungslos für internationale Studierende macht. Ein paar maltesische Floskeln aufzuschnappen (grazzi = danke, bonġu = guten Morgen, saħħa = prost/tschüss) wird sozial geschätzt, ist aber nie eine Barriere. Diese Englisch-überall-Realität ist einer von Maltas größten Pluspunkten.
Wie schwer ist es, Studierendenunterkunft in Malta zu finden?
Die Nachfrage ist hoch und die Mieten sind gestiegen, besonders in Sliema und St Julian's nahe der Strandpromenade und dem Nachtleben. Der beste Schritt ist, früh anzufangen und sich eine Wohnung zu teilen — Einzelstudios sind rar und teuer. Msida (neben der University of Malta), Gżira, Cospicua und Gozo sind günstiger, mit Zimmern ab 450–650 €. Vermeide die Ankunft im Hochsommer, wenn die Saisonnachfrage die Mieten in die Höhe treibt. Die Hauptplattformen sind lokale Agenturen und Facebook-Wohnungsgruppen; zahle nie eine Kaution, bevor du die Immobilie persönlich oder per verifizierter Videotour besichtigt hast.
Wie ist das Klima in Malta?
Mediterran und sonnig, ohne echte Kältezeit. Die Sommer (Juni–September) sind heiß und trocken, regelmäßig 30–35 °C, mit Meerestemperaturen, die bis Oktober warm genug zum Schwimmen sind. Die Winter (Dezember–Februar) sind mild, rund 10–16 °C, wobei der Großteil des Jahresregens dann in kurzen Schauern fällt — du brauchst selten mehr als eine Jacke. Frühling und Herbst sind lang und angenehm. Gebäude können sich im Winter drinnen kalt anfühlen, weil die Heizung einfach ist, also helfen eine warme Schicht und ein kleiner Heizlüfter. Insgesamt hat Malta einige der meisten Sonnenstunden Europas.
Ist das Essen in Malta gut für Studierende?
Ja, und es ist vernünftig, wenn du kochst. Supermärkte wie Lidl, Pavi und Greens sind bezahlbar, und lokale Produkte, Fisch und Brot sind gut. Maltesische Grundnahrungsmittel — Pastizzi (Käse- oder Erbsenteigtaschen), Ftira (maltesisches Brot), Kanincheneintopf (Fenek) und Kinnie-Limonade — sind günstig und einen Versuch wert. Auswärtsessen reicht von günstigen Pastizzeria-Snacks bis zu teureren Strandrestaurants in Sliema und St Julian's. Die meisten Studierenden kochen zu Hause und behandeln Auswärtsessen als soziale Gelegenheit. Die Insel hat außerdem breite internationale und Fast-Food-Optionen.
Wie komme ich in Malta voran?
Meist mit dem Bus. Das öffentliche Tallinja-Busnetz deckt die ganze Insel ab und ist für Einwohner und Studierende unter staatlichen Programmen kostenlos oder fast kostenlos — du brauchst selten ein Auto. Busse können voll werden und im Sommer verspätet fahren, also plane Pufferzeit ein. Die Fähre verbindet Valletta, Sliema und die Three Cities schnell und malerisch, und eine separate Fähre verbindet Malta mit Gozo. Ride-Hailing-Apps (Bolt, eCabs) sind günstig und weit verbreitet. Radfahren wächst, aber die Straßen können voll sein; viele Studierende gehen in kompakten Gegenden wie Sliema und Valletta zu Fuß.
Ist Malta sicher für internationale Studierende?
Malta ist eines der sichereren Länder Europas, mit niedriger Gewaltkriminalität und einem entspannten Lebenstempo. Studierendengegenden wie Msida, Sliema und St Julian's sind in der Regel ruhig, auch wenn das Nachtlebenviertel von St Julian's (Paceville) am Wochenende laut wird — sei dort nachts normal vorsichtig. Kleindiebstahl und Mietbetrug, die auf Neuankömmlinge abzielen, gibt es, also prüfe jede Immobilie oder jeden Job, bevor du etwas zahlst. Die Notrufnummer ist 112. Die meisten Studierenden finden den Alltag wirklich sicher und leicht zu navigieren, geholfen davon, dass alles auf Englisch ist.
Wie sind Alltag und Kultur in Malta?
Warm, sozial und mediterran. Die maltesische Kultur mischt südeuropäische, nordafrikanische und britische Einflüsse — katholische Festas (Dorffeste mit Feuerwerk und Blaskapellenumzügen) laufen den ganzen Sommer, Familie und Gemeinschaft zählen, und das Leben verlangsamt sich in der Mittagshitze. Englisch ist überall, das Tempo ist entspannt, und das Meer steht im Mittelpunkt der Wochenenden. Die Insel ist klein, sie kann sich also eng anfühlen, und die Bürokratie bewegt sich langsam. Aber für Studierende, die Sonne, Schwimmen, ein einfaches englischsprachiges Umfeld und schnellen Zugang zum Rest Europas mögen, ist die Lebensqualität hoch.

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