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Studieren in Österreich - Study abroad destination

Leben in Österreich als Studierender - Studieren in Österreich (de)

Alles Wissenswerte über studentisches Wohnen, Meldezettel, Krankenversicherung, Verkehrsmittel und den Alltag in Wien, Graz, Salzburg, Innsbruck und Linz.

Aktualisiert 1. März 2026 11 Min. Lesezeit

Leben in Österreich als Studierender

Nach Österreich zu ziehen bedeutet, eine der höchsten Lebensqualitäten der Welt zu erleben — und sich durch einiges an Bürokratie zu arbeiten. Von der Wohnungssuche über die Wohnsitzanmeldung, Krankenversicherung bis hin zur Entdeckung der Kaffeehauskultur gibt es in den ersten Wochen viel zu erledigen. Dieser Leitfaden deckt alles ab, was Sie über den studentischen Alltag in Österreich wissen müssen, mit praktischen Tipps für Wien, Graz, Salzburg, Innsbruck und Linz.

Studentisches Wohnen finden

Wohnen ist die größte Herausforderung und der größte Kostenfaktor für Studierende in Österreich, besonders in Wien. Beginnen Sie Ihre Suche so früh wie möglich — idealerweise sobald Sie Ihren Zulassungsbescheid erhalten.

Option 1 — Studentenheim

Studentenheime sind die günstigste Option:

MerkmalDetails
Monatliche Kosten250-500 EUR (je nach Stadt und Zimmertyp)
InklusiveNebenkosten, Internet, oft Grundmöblierung
ZimmertypenEinzelzimmer (geteiltes Bad/Küche), Einzelzimmer (eigenes Bad), Doppelzimmer
VorteileGünstigste Option, All-inclusive-Preise, soziale Gemeinschaft, keine Maklergebühren
NachteileGemeinschaftseinrichtungen, Regeln und Sperrstunden bei manchen, eingeschränkte Privatsphäre
WartelistenLang — 3-6 Monate vorher bewerben, besonders für Wien

Große Wohnheimanbieter:

  • OeAD Housing (housing.oead.at) — Österreichs größter Anbieter für internationale Studierende
  • Akademikerhilfe — in ganz Österreich vertreten
  • STUWO — moderne Einrichtungen, hauptsächlich in Wien
  • Heimwerk — in mehreren österreichischen Städten
  • WIST — Graz und Steiermark
  • Universitätseigene Wohnheime — manche Universitäten verwalten eigene Studierendenunterkünfte
Tipp: Bewerben Sie sich gleichzeitig bei mehreren Wohnheimanbietern. In Wien kann die Warteliste für die beliebtesten Studentenheime 6-12 Monate betragen. OeAD Housing bevorzugt ankommende internationale Studierende und ist damit Ihre beste erste Option.

Option 2 — WG (Wohngemeinschaft)

Die beliebteste Wohnoption für österreichische Studierende:

MerkmalDetails
Monatliche Kosten300-700 EUR (Ihr Anteil in einer WG)
InklusiveUnterschiedlich — meist nur das Zimmer; Nebenkosten ggf. separat
AusstattungEigenes Zimmer mit gemeinsamer Küche, Bad und Gemeinschaftsbereichen
VorteileMehr Freiheit, sozial, bessere Lagen, mehr Auswahl
NachteileKaution erforderlich (2-3 Monatsmieten), ggf. Meldezettel zuerst nötig (Henne-Ei-Problem), Maklergebühren möglich

Wo suchen:

  • WG-Gesucht.at — die beliebteste WG-Suchplattform im deutschsprachigen Raum
  • willhaben.at — Österreichs größte Kleinanzeigenseite (unter "Immobilien")
  • Immobilienscout24.at — Wohnungs- und Zimmerangebote
  • Facebook-Gruppen — suchen Sie nach "WG [Stadtname]" oder "Wohnungssuche [Stadtname]"
  • Schwarze Bretter der Universität — physisch und online an Ihrer Hochschule

Tipps zur WG-Suche:

  • 2-3 Monate vor der Ankunft mit der Suche beginnen
  • Schnell reagieren — gute WGs sind innerhalb von Stunden vergeben
  • Bereiten Sie eine kurze Vorstellung über sich vor (Alter, Studiengang, Gewohnheiten)
  • Videobesichtigungen sind für internationale Studierende üblich
  • Vorsicht vor Betrug — überweisen Sie nie Geld vor der Besichtigung oder dem Videoanruf, und zahlen Sie nie ohne ordentlichen Vertrag

Option 3 — Eigene Wohnung

Ein Studio oder eine Einzimmerwohnung kostet 500-900+ EUR/Monat je nach Stadt. Das ist die teuerste Option, bietet aber vollständige Privatsphäre. Ziehen Sie dies nur in Betracht, wenn Ihr Budget es erlaubt oder Sie mit einem Partner zusammenleben.

Wohnkosten nach Stadt

StadtStudentenheimWG (Einzelzimmer)Eigene Wohnung
Wien300-500 EUR400-700 EUR600-900+ EUR
Graz250-400 EUR300-500 EUR450-700 EUR
Salzburg280-450 EUR350-550 EUR500-800 EUR
Innsbruck280-450 EUR350-550 EUR500-750 EUR
Linz250-400 EUR300-500 EUR450-700 EUR
Klagenfurt220-350 EUR250-450 EUR400-600 EUR

Stadtführer für Studierende

Wien

Österreichs Hauptstadt und kulturelles Herz Europas. Einwohner: 2 Millionen.

Warum Studierende Wien lieben:

  • Neun Universitäten und mehrere FHs — die größte Auswahl an Programmen
  • Kulturszene von Weltklasse: Staatsoper (Stehplätze ab 4 EUR), Musikverein, Museen (viele am ersten Sonntag gratis)
  • Exzellenter öffentlicher Verkehr: U-Bahn (5 Linien), Straßenbahnen, Busse — Semesterticket ca. 75 EUR (unter 26)
  • International und kosmopolitisch — große Expat- und internationale Studierendengemeinschaft
  • Lebendiges Nachtleben: vom Bermuda-Dreieck über Gürtel-Clubs bis zum Donaukanal

Beliebte Bezirke für Studierende:

  • Josefstadt (8.) — zentral, gemütlich, viele Cafés
  • Alsergrund (9.) — nahe am Hauptcampus der Universität Wien
  • Favoriten (10.) — günstiger, gut angebunden
  • Ottakring (16.) — vielfältig, kreativ, zunehmend trendig
  • Leopoldstadt (2.) — nahe dem Prater, gute WU-Anbindung

Verkehr: Das Wiener Linien Semesterticket kostet ca. 75 EUR/Semester für Studierende unter 26 (Jugendticket-Netzwerk). Für ganzjähriges Fahren kostet die Jahreskarte 365 EUR (1 EUR/Tag). Die U-Bahn fährt unter der Woche bis etwa Mitternacht und am Wochenende rund um die Uhr.

Graz

Österreichs zweitgrößte Stadt und UNESCO City of Design. Einwohner: 290.000.

Warum Studierende Graz lieben:

  • Ca. 60.000 Studierende bei 290.000 Einwohnern — einer der höchsten Studierendenanteile Österreichs
  • Günstiger als Wien — Mieten sind 20-30 % niedriger
  • Wunderschöne UNESCO-Altstadt mit dem Schlossberg im Zentrum
  • Starke Tech- und Automobilindustrie (Magna, AVL) für Praktika
  • Lebendiges Studierenden-Nachtleben rund ums Univiertel

Verkehr: Graz hat ein effizientes Straßenbahn- und Busnetz. Das Semesterticket kostet ca. 116 EUR. Radfahren ist sehr beliebt — die Stadt ist weitgehend flach mit guter Radinfrastruktur.

Salzburg

Mozarts Geburtsstadt, alpine Lage. Einwohner: 155.000.

Warum Studierende Salzburg lieben:

  • Atemberaubende Lage zwischen Bergen und barocker Altstadt
  • Weltführende Musikausbildung (Mozarteum)
  • Salzburger Festspiele — eines der weltweit renommiertesten Festivals der darstellenden Künste
  • Nahe an den Alpen — Skigebiete innerhalb 1 Stunde
  • München nur 1,5 Stunden mit dem Zug
Hinweis: Salzburg gehört zu den teureren österreichischen Städten bei den Mieten, vergleichbar mit Innsbruck. Beginnen Sie Ihre Wohnungssuche frühzeitig.

Innsbruck

Die Alpenhauptstadt. Einwohner: 130.000.

Warum Studierende Innsbruck lieben:

  • Berge buchstäblich vor der Haustür — Nordkettenbahn vom Stadtzentrum auf 2.300 m in 20 Minuten
  • Skifahren der Weltklasse: Stubaier Gletscher, Axamer Lizum, Nordpark — alles mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar
  • Kompakte, fußgängerfreundliche Stadt — überall mit dem Rad erreichbar
  • Ca. 30.000 Studierende bei 130.000 Einwohnern — intensive Studierendenkultur
  • Tor zu den Alpen und Norditalien (Brennerpass)

Verkehr: Innsbruck hat ein gutes Bus- und Straßenbahnnetz. Das IVB-Semesterticket kostet ca. 95 EUR. Ein Fahrrad ist wohl das beste Fortbewegungsmittel.

Tipp: Wenn Sie Outdoor-Sport lieben — Skifahren, Snowboarden, Wandern, Mountainbiken, Klettern — ist Innsbruck schwer zu schlagen in ganz Europa. Das USI (Universitäts-Sportinstitut) bietet Skikurse, Kletterausflüge und Outdoor-Abenteuer zu Studierendenpreisen an.

Linz

Industriestadt im Wandel zum Kulturzentrum. Einwohner: 210.000.

Warum Studierende Linz lieben:

  • JKU (Johannes Kepler Universität) — stark in Jura, Wirtschaft, Technik und KI-Forschung
  • Ars Electronica Center — weltbekanntes Museum für digitale Kunst und Technologie
  • Günstiger als Wien, Salzburg oder Innsbruck
  • Wachsende Tech- und Start-up-Szene
  • Lage an der Donau

Krankenversicherung

Die Krankenversicherung ist Pflicht für alle Studierenden in Österreich.

Studentische Selbstversicherung (ÖGK)

Die gängigste Option für internationale Studierende ist die Selbstversicherung für Studierende über die ÖGK (Österreichische Gesundheitskasse):

  • Kosten: Ca. 65 EUR/Monat
  • Leistungen: Arztbesuche, Krankenhausaufenthalte, Rezepte, grundlegende Zahnbehandlung, Facharztüberweisungen
  • Anmeldung: Besuchen Sie Ihre örtliche ÖGK-Stelle mit Reisepass, Meldezettel und Inskriptionsbestätigung
  • Altersgrenze: Verfügbar bis 30 Jahre (Verlängerungen in manchen Fällen möglich)

EU-Studierende mit EHIC

EU/EWR-Bürger mit einer Europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC) haben eine Grundversorgung in Österreich. Die EHIC deckt jedoch nur die gleichen Leistungen ab wie die österreichische gesetzliche Krankenversicherung, und manche Leistungen sind möglicherweise nicht enthalten. Viele EU-Studierende ergänzen durch die ÖGK-Studierendenversicherung für vollständigen Schutz.

Banking und Finanzen

Bankkonto eröffnen

Sie brauchen ein österreichisches Bankkonto für Gehaltseingänge, Mietzahlungen und tägliche Transaktionen:

Was Sie brauchen:

  • Reisepass oder EU-Personalausweis
  • Meldezettel
  • Studierendenausweis oder Inskriptionsbestätigung

Studierendenfreundliche Banken:

  • Erste Bank / Sparkasse — kostenlose Studierendenkonten, dichtes Geldautomatennetz, spezielle Studierendenprogramme
  • Bank Austria (UniCredit) — kostenlose Studierendenkonten, Geldautomaten in ganz Österreich
  • Raiffeisen — stark im ländlichen Bereich, gute Sparprodukte
  • N26 — Digitalbank, einfach einzurichten, kostenloses Basiskonto
  • Revolut — nützlich als Zweitkonto für Mehrwährungstransaktionen und Reisen

Die meisten Banken bieten kostenlose Girokonten für Studierende bis 27 Jahre.

Essen und Einkaufen

Supermärkte

GeschäftPreisniveauHinweise
Hofer (Aldi)GünstigGünstigste Option; ausgezeichnete Qualität zum Preis
LidlGünstigGute Auswahl, wettbewerbsfähige Preise
PennyGünstigZur REWE-Gruppe gehörig, weit verbreitet
Billa / BILLA PLUSMittelklasseDie meisten Standorte in Österreich; gute Auswahl
Spar / Interspar / EurosparMittelklasseGroßes Sortiment; Interspar ist das Hypermarkt-Format
MerkurMittelklasse bis Premium2021 in BILLA PLUS umbenannt
Wichtig: Österreichische Supermärkte sind sonntags und an Feiertagen geschlossen. Kaufen Sie am Samstag ein. Einige Bahnhofsshops haben sonntags geöffnet, aber mit eingeschränkter Auswahl.

Mensa

Mensen an den Universitäten bieten günstige warme Mahlzeiten:

  • Vollmahlzeit: 3,50-7,00 EUR
  • Die meisten bieten Tagesmenüs mit Fleisch-, vegetarischen und veganen Optionen
  • Die von der ÖH (Studierendenvertretung) betriebenen Mensen sind in der Regel am günstigsten
Tipp: Das österreichische Mensa-System unterscheidet sich leicht vom deutschen. Jede Universität hat ihren eigenen Mensa-Betreiber, und Preise sowie Qualität können variieren. Informieren Sie sich auf der Website Ihrer Universität oder fragen Sie aktuelle Studierende nach den besten Optionen.

Wiener Kaffeehauskultur

Wiener Kaffeehäuser sind UNESCO-Immaterielles Kulturerbe und ein wesentlicher Teil der Studierendenerfahrung. Wichtige Dinge:

  • Eine Melange ist Wiens Version des Cappuccinos — bestellen Sie diese, um dazuzugehören
  • Ein Verlängerter ist ein mit heißem Wasser verdünnter Espresso (ähnlich einem Americano)
  • Sie können stundenlang mit einem einzigen Getränk sitzen — das ist Tradition
  • Kaffeehäuser sind legitime Lernorte (aber bringen Sie Ihr eigenes Ladekabel mit)
  • Studierendenfreundliche Klassiker: Café Sperl, Café Prückel, Phil (Buchhandlung-Café), Café Korb

Der alpine Lebensstil

In Österreich zu leben bedeutet, dass die Alpen immer erreichbar sind, auch von den Städten aus:

Skifahren und Snowboarden

  • Von Innsbruck: Mehrere Skigebiete in 30-60 Minuten (Stubai, Axamer Lizum, Nordpark)
  • Von Salzburg: Ski Amadé Region innerhalb 1 Stunde
  • Von Graz: Schladming-Dachstein Region innerhalb 1,5 Stunden
  • Von Wien: Tagesausflüge zum Semmering oder Stuhleck (1-2 Stunden)
  • Studierenden-Skipässe: Viele Skigebiete bieten ermäßigte Studierendentarife; rechnen Sie mit 30-50 EUR/Tag
  • Uni-Skiausflüge: USI und Studierendenorganisationen bieten Gruppenfahrten zu reduzierten Preisen

Wandern und Outdoor-Sport

  • Tausende markierte Wanderwege in ganz Österreich
  • Alpenverein Studierendenmitgliedschaft: ca. 30 EUR/Jahr — beinhaltet Hüttenrabatte, Bergrettungsversicherung und Zugang zu geführten Touren
  • Mountainbiken, Klettersteige, Paragliding und Schwimmen in Seen im Sommer
  • Wiens Wienerwald und Lobau bieten Grünflächen nur Minuten von der Stadt entfernt
Tipp: Treten Sie dem Alpenverein (alpenverein.at) früh in Ihrem Studium bei. Die Studierendenmitgliedschaft ist günstig und umfasst Bergrettungsversicherung, ermäßigte Hüttenübernachtungen (10-20 EUR/Nacht statt 30-50 EUR) und Zugang zu Kursen in Klettern, Bergsteigen und mehr.

Österreichische Kultur — Was Sie wissen sollten

Sprache

Österreichisches Deutsch hat seinen eigenen Charakter:

  • Grüß Gott — Standardgruß (statt "Hallo")
  • Servus — informeller Gruß und Verabschiedung
  • Bitte — wird für "bitte", "gern geschehen" und "hier, bitte" verwendet
  • Paradeiser — Tomate (Tomate im Hochdeutschen)
  • Erdapfel — Kartoffel (Kartoffel im Hochdeutschen)
  • Semmel — Brötchen (Brötchen im Hochdeutschen)
  • Jause — Zwischenmahlzeit/leichte Mahlzeit

Soziale Normen

  • Österreicher schätzen Pünktlichkeit — Zuspätkommen gilt als unhöflich
  • Ruhezeiten: Halten Sie die Ruhezeiten ein, typischerweise 22-6 Uhr an Werktagen, ganztags an Sonn- und Feiertagen
  • Mülltrennung: Österreich nimmt Recycling ernst. Trennen Sie Papier, Glas, Plastik, Metall und Biomüll
  • Formelle Anrede: Verwenden Sie "Sie" gegenüber Professoren, Vermietern und Beamten, bis zum "Du" eingeladen wird
  • Trinkgeld: 5-10 % im Restaurant ist üblich; bei Taxis und kleinen Dienstleistungen aufrunden

Feiertage

Österreich hat 13 Feiertage pro Jahr — mehr als die meisten europäischen Länder. Universitäten sind an diesen Tagen geschlossen und die meisten Geschäfte ebenfalls. Wichtige Feiertage:

    1. Januar (Heilige Drei Könige)
    1. Mai (Tag der Arbeit)
  • Christi Himmelfahrt und Fronleichnam (variable Termine)
    1. August (Mariä Himmelfahrt)
    1. Oktober (Nationalfeiertag)
    1. November (Allerheiligen)
    1. Dezember (Mariä Empfängnis)
  • 25.-26. Dezember (Weihnachten)

Sicherheit

Österreich ist eines der sichersten Länder Europas:

  • Niedrige Kriminalitätsraten in allen großen Städten
  • Sicherer öffentlicher Verkehr, auch spät abends
  • Zuverlässige Rettungsdienste (112 für EU-Notruf, 133 für Polizei, 144 für Rettung, 122 für Feuerwehr)
  • Keine Gebiete in großen österreichischen Städten, die Studierende meiden müssten

Häufige Fehler beim Einleben vermeiden

  1. Wohnsitz nicht innerhalb von 3 Tagen anmelden (Meldezettel) — dies ist eine gesetzliche Pflicht mit möglichen Strafen
  2. Sonntagsschließungen unterschätzen — kaufen Sie am Samstag ein; praktisch alles ist sonntags geschlossen
  3. Mülltrennung ignorieren — Ihre Nachbarn und Ihr Vermieter werden es bemerken, und Strafen sind möglich
  4. Semesterticket oder Vorteilscard nicht nutzen — diese sparen erheblich bei den Transportkosten
  5. Alpenverein-Studierendenmitgliedschaft verpassen — unerlässlich bei geplanten Bergaktivitäten
  6. Kein grundlegendes Deutsch lernen — selbst A1-A2-Niveau erleichtert den Alltag dramatisch

Nächste Schritte

Häufige Fragen

Wie finde ich eine studentische Unterkunft in Österreich?
Bewerben Sie sich für Studentenheime über OeAD Housing, Akademikerhilfe oder das örtliche Studentenwerk, sobald Sie die Zulassung erhalten — die Wartelisten sind lang, besonders in Wien. Für WG-Zimmer nutzen Sie Plattformen wie WG-Gesucht.at, willhaben.at und Immobilienscout24.at. Beginnen Sie 2-3 Monate vor der Ankunft mit der Suche.
Was ist der Meldezettel und wann muss ich mich anmelden?
Der Meldezettel ist die verpflichtende Wohnsitzanmeldung in Österreich. Sie müssen sich innerhalb von 3 Tagen nach Einzug bei der örtlichen Meldestelle anmelden. Das Formular muss vom Vermieter unterschrieben sein. Sie brauchen die Bestätigung für nahezu alles — Bankkonto, Handyvertrag, Aufenthaltstitel und mehr.
Ist die Krankenversicherung für Studierende in Österreich Pflicht?
Ja, die Krankenversicherung ist Pflicht. Ohne Versicherungsnachweis können Sie sich nicht an einer Universität einschreiben. Die gängigste Option für internationale Studierende ist die ÖGK-Selbstversicherung für Studierende (ca. 65 EUR/Monat). EU-Studierende mit EHIC haben eine Grundversorgung, ergänzen aber oft durch die österreichische Versicherung.
Wie funktioniert der öffentliche Verkehr für Studierende in Österreich?
Die meisten österreichischen Städte bieten Studierendenrabatte im Nahverkehr. Wiens Semesterticket (Wiener Linien) kostet ca. 75 EUR für Unter-26-Jährige. Das Klimaticket (1.095 EUR/Jahr) deckt den gesamten öffentlichen Verkehr in Österreich ab. Die ÖBB Vorteilscard Jugend (19 EUR/Jahr, unter 26) gibt 50 % Rabatt auf Zugfahrten.
Was ist ein Studentenheim und wie bewerbe ich mich?
Ein Studentenheim ist ein Studierendenwohnheim — die günstigste Wohnoption in Österreich. Zimmer kosten 250-500 EUR/Monat und beinhalten meist Nebenkosten und Internet. Große Anbieter sind OeAD Housing, Akademikerhilfe, STUWO und Heimwerk. Bewerben Sie sich so früh wie möglich — beliebte Studentenheime haben lange Wartelisten, besonders in Wien.
Wie teuer sind Lebensmittel in Österreich?
Österreich hat Supermärkte in verschiedenen Preisklassen. Discounter wie Hofer (Aldi) und Lidl bieten die niedrigsten Preise — ein Wocheneinkauf kostet 30-50 EUR. Billa und Spar sind im mittleren Preissegment. Rechnen Sie mit 200-350 EUR/Monat für Lebensmittel, je nach Essgewohnheiten.
Was ist die Wiener Kaffeehauskultur?
Die Wiener Kaffeehauskultur ist UNESCO-Immaterielles Kulturerbe. Traditionelle Kaffeehäuser wie Café Central, Café Sperl und Café Hawelka dienen als Treffpunkte, wo man stundenlang bei einer einzigen Melange (Wiener Cappuccino) lesen, lernen oder plaudern kann. Ein Kaffee kostet 3-5 EUR, und man wird nie zum Gehen gedrängt.
Kann ich als Studierender in Österreich Ski fahren und wandern?
Auf jeden Fall — das ist einer der größten Vorteile eines Studiums in Österreich. Innsbruck hat Skigebiete innerhalb von 30 Minuten Busfahrt. Salzburg, Graz und sogar Wien haben Berge, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind. Viele Universitäten haben Sportvereine (USI), die vergünstigte Ski-, Snowboard- und Wanderausflüge anbieten.

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