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Stipendien in Österreich für Studierende 2026
Finanzen 26. März 2026

Stipendien in Österreich für Studierende 2026

OeAD, Ernst Mach, Bertha von Suttner Stipendien 2026: €1.050–1.150/Monat, Uni-Stipendien, Studienbeihilfe und Bewerbungstipps.

Study Abroad Redaktionsteam
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26. März 2026
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16 Min. Lesezeit
| Finanzen

Österreich bietet ein breites Stipendienangebot für internationale Studierende. Der OeAD (Österreichs Agentur für Bildung und Internationalisierung) verwaltet die größten Programme: das Ernst-Mach-Stipendium (€1.050/Monat) und das Bertha-von-Suttner-Stipendium für Doktorand:innen. Dazu kommen universitätseigene Leistungsstipendien. Dieser Guide deckt alle wichtigen Fördermöglichkeiten für 2026 ab — mit Fristen, Beträgen und Bewerbungstipps.

OeAD-Stipendien: Österreichs zentrale Förderagentur

Der OeAD verwaltet die Stipendienprogramme der österreichischen Bundesregierung. Pro Jahr fördert er rund 3.500 internationale Studierende und Forschende. Die Bewerbung läuft über das OeAD Stipendienportal (grants.oead.at).

Ernst-Mach-Stipendium — Weltweit

Das wichtigste Stipendium für internationale Studierende aus Nicht-EU-Ländern. Benannt nach dem österreichischen Physiker Ernst Mach.

Detail Information
Monatliches Stipendium €1.050 (Master), €1.150 (PhD)
Dauer 4–10 Monate
Reisekostenzuschuss Bis zu €1.000
Krankenversicherung Inklusive (ÖGK)
Studiengebühren Erlassen an öffentlichen Universitäten
Berechtigung Nicht-EU-Staatsangehörige, max. 35 (Master), 40 (PhD)
Bewerbungsfrist 1. März für das folgende Studienjahr

Das Ernst-Mach-Stipendium deckt Lebenshaltungskosten, Krankenversicherung und Studiengebühren. Mit €1.050/Monat erfüllst du den Finanznachweis für die Aufenthaltsbewilligung. Die Konkurrenz ist stark — etwa jede:r fünfte Bewerber:in erhält das Stipendium. Starke akademische Leistungen und ein konkreter Forschungsplan machen den Unterschied.

Ernst-Mach-Stipendium — ASEA-UNINET

Regionale Variante für Studierende aus südostasiatischen ASEA-UNINET-Partnerländern (Indonesien, Thailand, Vietnam, Philippinen u.a.). Gleiche Stipendienhöhe. Bewerber:innen von ASEA-UNINET-Partnerhochschulen werden bevorzugt. Frist: 1. März.

Franz-Werfel-Stipendium

Für Hochschullehrende und Forschende, die sich auf österreichische Literatur, Geschichte oder Kulturwissenschaften spezialisieren. Stipendium: €1.150/Monat für 4–9 Monate. Die Bewerberzahlen sind kleiner als beim Ernst Mach — die Erfolgsquote höher.

Richard-Plaschka-Stipendium

Für Doktorand:innen in Geistes- und Sozialwissenschaften aus Mittel-, Ost- und Südosteuropa. Stipendium: €1.150/Monat für 4–10 Monate. Forschung muss sich auf österreichische oder mitteleuropäische Geschichte, Kultur oder Gesellschaft beziehen.

Bertha-von-Suttner-Stipendium

Benannt nach Österreichs Friedensnobelpreisträgerin. Fördert Doktorand:innen, die zu Migration, Integration und interkulturellem Dialog forschen.

Detail Information
Betrag €18.000/Jahr (monatliche Auszahlung)
Dauer Bis zu 3 Jahre
Berechtigung Doktorand:innen an österreichischen Unis, alle Nationalitäten
Themenfeld Migration, Integration, interkultureller Dialog
Frist Februar jedes Jahr

Mit €1.500/Monat eines der großzügigsten PhD-Stipendien Österreichs. Etwa 10–15 Plätze pro Jahr.

Uni-eigene Stipendien

Universität Wien

  • Uni:docs Fellowship: €30.000/Jahr für bis zu 3 Jahre für Doktorand:innen. Etwa 40 Plätze pro Jahr. Frist: November.
  • Leistungsstipendium: €750–1.500/Jahr für überdurchschnittliche Noten. Beantragung nach mindestens 2 Semestern.
  • Förderstipendium: Bis zu €1.000 für Masterarbeit-Forschungskosten.

TU Wien

  • Leistungsstipendium: €750–1.500/Jahr für Spitzenleistungen.
  • TU Wien Doctoral College: Voll finanzierte PhD-Stellen mit Gehalt von €2.300–2.600/Monat (brutto). Anstellungsverträge, keine Stipendien.

Universität Graz

  • Leistungsstipendium: Bis zu €1.500/Jahr.
  • Abschlussstipendium: €700/Monat für bis zu 6 Monate zur Fertigstellung der Abschlussarbeit.

Universität Innsbruck

  • Leistungsstipendium: €750–1.500/Jahr.
  • Doktoratsstipendium: €18.000/Jahr für ausgewählte PhD-Studierende in Schwerpunktbereichen.

WU Wien

  • WU Scholarship for International Students: Gebührenbefreiung plus €500/Monat für 2 Semester. Etwa 20 Plätze/Jahr für Nicht-EU-Masterstudierende.
  • Leistungsstipendium: €750–1.500/Jahr.
Universität Stipendium Betrag Stufe
Uni Wien Uni:docs Fellowship €30.000/Jahr PhD
TU Wien Doctoral College €2.300–2.600/Monat PhD (Anstellung)
WU Wien International Scholarship Gebühren + €500/Monat Master
Uni Innsbruck Doktoratsstipendium €18.000/Jahr PhD
Uni Graz Abschlussstipendium €700/Monat (6 Monate) Master/PhD

Studienbeihilfe: Staatliche Studienförderung

Die Studienbeihilfe ist Österreichs staatliche Studienförderung. Verwaltung durch die Studienbeihilfenbehörde.

Wer ist berechtigt?

  • Österreichische Staatsbürger:innen
  • EU/EWR-Bürger:innen mit mindestens 5 Jahren Aufenthalt in Österreich
  • Anerkannte Geflüchtete
  • Nicht-EU-Studierende sind nicht berechtigt

Wie viel?

Maximum: €923/Monat für auswärts wohnende Studierende. Durchschnitt: €400–600/Monat. Der Betrag sinkt mit steigendem Elterneinkommen. Bei einem Elterneinkommen von €40.000/Jahr erhältst du etwa €500/Monat. Ab €70.000+ fällst du meist heraus.

Antrag auf stipendium.at. Du brauchst die Einkommensteuerbescheide deiner Eltern, deine Inskriptionsbestätigung und einen Wohnsitznachweis. Bearbeitung: 6–8 Wochen.

Externe und internationale Stipendien

Erasmus+ Mobilitätszuschüsse

EU-Studierende, die über Erasmus+ nach Österreich kommen, erhalten €390–450/Monat (Österreich ist Gruppe 2). Die Bewerbung läuft über deine Heimathochschule. Aufstockungen für Studierende mit Behinderung oder aus einkommensschwachen Familien sind möglich.

Stipendien aus dem Heimatland

Viele Länder fördern ihre Bürger:innen im Ausland. Indiens National Overseas Scholarship deckt Studiengebühren und €1.000/Monat. Chinas CSC finanziert Master- und Doktorand:innen mit vollen Lebenshaltungskosten. Prüfe das Bildungsministerium deines Heimatlandes.

Bewerbungstipps

  1. 6–9 Monate vorher starten. OeAD-Fristen liegen im Februar–März. Uni-Fristen variieren.
  2. Konkretes Forschungsvorhaben formulieren. Nenne deinen österreichischen Betreuer, verweise auf österreichische Forschungsgruppen.
  3. Starke Empfehlungsschreiben einholen. Akademische Referenzen zählen am meisten.
  4. Akademische Exzellenz nachweisen. Der OeAD erwartet die oberen 20% deines Jahrgangs.
  5. Auf mehrere Stipendien bewerben. OeAD, Uni-Stipendien und Heimatland-Förderungen lassen sich oft kombinieren.

Mehr zu den Kosten findest du in unserem Kostenguide Österreich 2026. Die Seite Kosten und Finanzierung bietet weitere Details. Informiere dich auch über die Zulassung und Bewerbung an österreichischen Hochschulen.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das wichtigste Stipendium für internationale Studierende?

Das Ernst-Mach-Stipendium vom OeAD. Es zahlt €1.050/Monat (Master) bzw. €1.150/Monat (PhD) für 4–10 Monate. Krankenversicherung und Studiengebühren inklusive. Für Doktorand:innen ist das Uni Wien Uni:docs Fellowship (€30.000/Jahr) das großzügigste Einzelstipendium.

Können Nicht-EU-Studierende Studienbeihilfe bekommen?

Nein. Die Studienbeihilfe steht nur österreichischen und EU/EWR-Bürger:innen (mit 5+ Jahren Aufenthalt) offen. Nicht-EU-Studierende bewerben sich stattdessen auf OeAD-Stipendien, Leistungsstipendien der Universitäten und Heimatland-Stipendien.

Wann ist die OeAD-Stipendienfrist?

Die meisten OeAD-Stipendien haben eine Frist am 1. März für das folgende Studienjahr. Das Bertha-von-Suttner-Stipendium: Februar. Uni-eigene Fristen variieren. Bewirb dich mindestens 6 Monate vor deinem geplanten Startdatum.

Kann ich mehrere Stipendien kombinieren?

In den meisten Fällen ja. Ein Leistungsstipendium der Uni lässt sich mit einem OeAD-Reisekostenzuschuss kombinieren. Zwei volle Lebenshaltungsstipendien können nicht gestapelt werden. Empfänger:innen des Ernst-Mach-Stipendiums können kein zweites OeAD-Stipendium gleichzeitig halten.

Welchen Notendurchschnitt brauche ich?

Der OeAD erwartet die oberen 20% des Jahrgangs. Auf der österreichischen Skala (1–5): ein Durchschnitt von 1,0–2,0 ist kompetitiv. Leistungsstipendien der Universitäten verlangen überdurchschnittliche Leistungen — Notendurchschnitt von 1,5 oder besser.

Decken österreichische Stipendien die Studiengebühren?

OeAD-Stipendien (Ernst Mach, Franz Werfel) erlassen die Studiengebühren an öffentlichen Universitäten. Den ÖH-Beitrag (€22,70) zahlst du trotzdem. Leistungsstipendien sind Geldpreise, die du für Gebühren verwenden kannst, aber sie erlassen sie nicht automatisch.

Gibt es Stipendien für englischsprachige Programme?

Ja. Das Ernst-Mach-Stipendium und das WU International Scholarship fördern englischsprachige Programme. Leistungsstipendien sind sprachneutral — sie belohnen Noten, nicht die Unterrichtssprache.

Wie hoch ist die Erfolgsquote bei österreichischen Stipendien?

Ernst Mach: etwa 20%. Uni:docs (Uni Wien PhD): rund 40 von 300+ Bewerbungen. Leistungsstipendien sind weniger kompetitiv — die meisten Studierenden mit überdurchschnittlichen Noten erhalten etwas. Bewirb dich auf mehrere Programme gleichzeitig.

Tags: Stipendien Österreich OeAD Ernst Mach Studienbeihilfe Finanzierung